The Behnhaus in Lübeck

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Barbara Schwartz

A jewel in Lübeck's museum landscape

Das Behnhaus hat mir richtig gefehlt! 3,5 Jahre lang dauerten die Modernisierungsarbeiten an diesem Kulturschatz in der Lübecker Altstadt. Wann immer ich in der Königstraße 14 am Behnhaus vorbeikam, verspürte ich so eine Art Sehnsucht. Nach den eleganten Räumlichkeiten und der Möglichkeit, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Nach einzigartigen Kunstwerken des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Und nach meinem Lieblingsbild, dem „Kind im Spielzimmer“ von Heinrich Eduard Linde-Walther, das Else, die Tochter des Kunsthistorikers Walther Gensel im Jahr 1901 zeigt.

Dass überdies der Zugang zum Pavillon der Overbeck-Gesellschaft durch den Bürgergarten versperrt war, trübte meine Stimmung umso mehr. Jetzt aber ist die Wartezeit überstanden und ich nehme dich heute für die Lübeck ZWISCHENZEILEN zu einer kleinen Wiederbegegnung mit.

Where spaces tell stories

The Behnhaus is – not just for me – one of the most beautiful museums in Germany. This is undoubtedly due to its magnificent rooms. To the elegance of the light-filled spaces. They radiate clarity and tranquility. At the end of the 19th century, people still lived here – in a cultured, orderly way, with a sense of beauty that has remained with the house to this day.

The Behnhaus in Lübeck has reopened

The Behnhaus was a bourgeois residence. In the mornings, the air was filled with the scent of floor wax and freshly brewed coffee. Dishes clattered in the kitchen, and maids glided silently past the doors in the hallways. The daughter of the house practiced the piano while the master of the house read his newspaper and the lady of the house planned the shopping for the evening's soirée. At midday, the silverware gleamed in the dining room, and a soft light filtered through the tall windows onto the dark wooden furniture—a daily life that still resonates in the rooms of this neoclassical townhouse.

spirit of community

The history of the Behnhaus remains closely linked to civic engagement in the city. It is a product of civic spirit – created and maintained through the support of foundations, collectors, and art-loving Lübeck residents.

This is one of the reasons why many people who live here feel so closely connected to the Behnhaus.

Almost everyone has a favorite object, be it a drawing, a sculpture, a painting or a photograph.

Sich auf Lokales und Regionales zu besinnen, ist der Leitgedanke in der Arbeit des Hauses und des Museumsdirektors Alexander Bastek. Er hat mit seinem engagierten Team die Zeit der Schließung genutzt und die Sammlungspräsentation neu konzeptioniert.

Connections between art and architecture

Dein Streifzug durch das Haus führt dich in die prachtvollen Räume des Palais. In der ehemaligen Küche erwarten dich Werke der deutschen Romantik, darunter Gemälde von Caspar David Friedrich und dessen Zeitgenossen Carl Gustav Carus und Carl Blechen.

The Behnhaus in Lübeck has reopened

Im Landschaftszimmer, das der Bauherr des Behnhauses, Peter Hinrich Tesdorpf, als Schlafzimmer nutzte, ließ Familie Behn Mitte des 19. Jahrhunderts ein Panoramabild südlicher Gefilde malen. Während man durch die Fenster in den Lübecker Garten blickte, konnte man schon nach dem Aufwachen vom sonnigen Süden träumen..

The Behnhaus in Lübeck has reopened

Opposite is Max Liebermann's "Wannsee Garden". Another place of longing that fits wonderfully into this space thematically.

The Behnhaus in Lübeck has reopened

Auf der Galerie im 1. Obergeschoss werden deutsche Impressionisten gezeigt. Neben Arbeiten der Künstler der Berliner Secession Max Liebermann, Lovis Corint und Max Slevogt zeigt das Behnhaus hier Werke Lübecker bzw. norddeutscher Künstler.

historic salons in the Behnhaus in Lübeck

The dark chapter of the Behnhaus's history is also addressed in the blue salon. Here, a large-format photograph by Hildegard Heise, mounted on glass and presumably taken in 1927, shows what the main floor looked like at that time. Only one of the paintings depicted remains in the collection today. In 1933, Heise was dismissed by the National Socialists. Her works were confiscated and lost to the museum, most of them forever. Like a veil of glass, the photograph lies over the past, making clear just how fragile what seems so natural to us truly is.

The Behnhaus in Lübeck has reopened


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Female artists in the women's refuge

Im ehemaligen Schlafgemach der Dame des Hauses (ja, man schlief selbstverständlich in getrennten Räumen) sind Arbeiten von Künstlerinnen zu sehen, denen es damals noch nicht erlaubt war, an einer Akademie oder einer Universität zu studieren. Einen Beruf frei zu wählen, war im 19. Jahrhundert für Frauen undenkbar. Es gab „Damenklassen“, private Akademien, die Malunterreicht anboten. Im Schlafzimmer der Dame sind Paula Modersohn-Becker, Maria Slavona und Else Wex-Cleemann zu entdecken. Die Architektur des Raumes und die Gemälde ergänzen einander hier aufs Schönste.

The Behnhaus in Lübeck has reopened

Cityscapes from back then

Weitere Highlights der Sammlung bietet der Kleine Salon oder auch Ecksalon. In dem schmalen Raum im 1. Obergeschoss hängen drei Lübeck-Ansichten aus verschiedenen Zeiten. Stadtbilder, gemalt von drei Nicht-Lübeckern. Der Niederländer Cornelis Springer eröffnet uns den Blick auf Markt, Rathaus und St. Marien im Jahre 1870. Fast genauso sieht das Herz der Altstadt auch heute noch aus.

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1920 besuchte der Amerikaner Lionel Feininger die Stadt. 10 Jahre später schuf er sein Gemälde „Alte Häuser”, das Hausfassaden in der Schmiedestraße zeigt. Schließlich Oskar Kokoschka. Sein Stadtporträt von 1958 zeigt die Jakobikirche. Auch dieser Blick ist vertraut: am linken Bildrand das Heiligen-Geist-Hospital. Im Hintergrund die Türme St. Mariens.

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the Linde children

Ein Besuch im Behnhaus wäre unvollkommen, wenn ich dir nicht auch die „Kinder des Dr. Linde“ zeigen würde. Wobei du sie gar nicht übersehen kannst. Endlich haben sie dank der umfangreichen Sanierungsarbeiten ihren Platz im Foyer wieder eingenommen. Von dort waren sie u.a. wegen der Zugluft verbannnt worden. Das Gemälde von Edvard Munch ist nicht nur ein eindrückliches Beispiel der Kulturgeschichte Lübecks, sondern auch eines der liebsten Bilder der Lübecker:innen. Munch hat Lübeck häufig besucht und viele Stunden im Hause seines Mäzens, des Kunstsammlers Dr. Max Linde verbracht. Das Gruppenportrait von 1903 zeigt laut einer Schilderung des ehemaligen Direktors des Museums Dr. Carl Georg Heise den Moment des Kennenlernens. Die Kinder waren vom Garten hereingerufen worden, um den norwegischen Gast zu begrüßen. Das Bild strahlt wegen seines hellen Hintergrundes und der Lichtreflexe eine große Ruhe aus.

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You should experience this serenity firsthand. With the new seating in many of the salons, it's a breeze. Discovering art has never been so much fun!

Unser Podcast-Team von den Lübeck ZWISCHENTÖNEN war ebenfalls vor Ort:

Listen here:

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Are you already familiar with these zwischenzeilen?

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Barbara Schwartz

Do you ever get that feeling? You walk past an inscription, a sculpture, or a plaque and you just have to stop and find out what it's all about? That's how it is for me. ALWAYS! "One only sees what one already knows and understands." I couldn't agree more with Goethe on that point. That's precisely why I never want to stop discovering the seemingly insignificant, recognizing connections, learning new things, and getting to the bottom of people and their stories. Okay, and writing overly long sentences... And learning new languages, of course...

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